Feuerwehr und Rotes Kreuz zeigen ihre Fähigkeiten bei einer Schauübung

Ein Kraftfahrzeugführer verliert die Kontrolle, gerät mit dem Pkw auf den Gehsteig, überfährt einen Passanten, der eingeklemmt unter dem Fahrzeug liegen bleibt. Glücklicherweise ein fingiertes Szenario, das zeigen soll, auf was es ankommt.
Wie Feuerwehr und Rotes Kreuz eine Rettung professionell vornehmen, das demonstrierten sie beim Bürgerfest. Schirmherr Andreas Kneidl, zugleich auch Kommandant der Pressather Feuerwehr, begrüßte hierzu zahlreiche Zuschauer. Die jeweilige Vorgehensweise kommentierten in gekonnter Weise Thomas Rauch, Bereitschaftsleiter des Bayerischen Roten Kreuzes, und Andreas Argauer, Gruppenführer der Feuerwehr.

Die Übung zielte darauf, dass zufällig vorbeikommende Ersthelfer, gestellt von der Wasserwacht, zuerst an der Unfallstelle eintreffen und es diesmal nicht der Rettungsdienst oder die Feuerwehr sind, wie sonst oftmals der Fall. Und die machten alles richtig. Sie sicherten die Unfallstelle ab, setzten einen Notruf ab und versorgten die unter Schock stehende Fahrerin und das unter dem Fahrzeug eingeklemmte schwerverletzte „Unfallopfer“. Keine Angst: Dafür musste natürlich eine Übungspuppe herhalten. Ziel dieser Aktion war, allen Zuschauern zu vermitteln, wie einfach man in einer derartigen Situation Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen kann. Hervorgehoben wurde ganz bewusst, dass man nichts falsch machen kann. Wegschauen, weiterfahren und nicht helfen ist jedenfalls der schlechteste Weg.

Schon wenige Minuten nach Absetzen des Notrufes traf der „Helfer vor Ort“ ein und übernahm die Erstversorgung der Verletzten sowie eine detaillierte Lagemeldung an die Leitstelle. Die Feuerwehr und die BRK-Bereitschaft Pressath stabilisierten den Unfallwagen, der mittels Hebekissen angehoben wurde, so dass eine schonende Rettung des Eingeklemmten durch die Einsatzkräfte möglich war. Regen Zuspruch bei den Besuchern fand auch die Besichtigung der Gerätschaften und Materialien der Feuerwehr und des Roten Kreuzes nach der Schauübung. Wem das alles noch nicht reichte, der konnte unter Anleitung der Profis der Feuerwehr eine Rettungsschere, mit der beispielsweise die Türen eines Unfallfahrzeuges abgetrennt werden, ansetzen.

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